Kaufpreis

 

Häufiger Ablauf einer telefonischen Anfrage:


“Hallo, ich habe gesehen, das Sie Welpen zu verkaufen haben, was kostet denn ein Welpe?  Ach so, das muss ich erst noch mit meinem Partner besprechen, ich melde mich dann wieder.“


So bzw. ähnlich verlaufen viele Telefongespräche, ein großer Teil der Anrufer meldet sich nicht mehr und ist der Ansicht, dass wir unsere Welpen viel zu teuer verkaufen.


Aber stimmt das, verkaufen wir unsere Welpen wirklich zu teuer?

Eine verantwortungsvolle Hundezucht erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz.

Wir möchten Ihnen hier gerne einmal darlegen, warum man bei einem seriösen Züchter keine Welpen zum „Schnäppchenpreis“ bekommen kann.

 

Wozu braucht ein Familienhund überhaupt Papiere?

Viele Käufer eines Rassehundes meinen, sie bräuchten keinen ordentlichen Abstammungsnachweis (also keine Ahnentafel), weil sie mit ihrem Hund weder auf Ausstellung gehen wollen noch züchten möchten.

Das öffnet Tür und Tor für skrupellose Hundehändler, deren billige Rassehundewelpen aus zweifelhafter Quelle stammen. Deshalb sollte jeder Rassehundekäufer, im Sinne des Tierschutzes, Wert auf eine ordentliche Ahnentafel legen, die bestätigt, dass sein Hund aus einer kontrollierten Zucht stammt.


Aufklärung über die Kosten:

Wir als seriöse Züchter müssen, bevor wir überhaupt einen Wurf planen können, im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen und Auflagen erfüllen. So müssen wir Mitglied in einem Zuchtbuch führenden Hundeverband sein (für uns ist das der ÖKV/FCI/SVÖ), damit unsere Welpen ordentliche Papiere erhalten.  Bevor ein Wurf verkauft werden kann (die Welpen müssen zu diesem Zeitpunkt mindestens 8 Wochen alt sein) haben wir einiges an Vorleistung erbracht: Den Kaufpreis der Zuchthündin, die ganzen Gesundheitsuntersuchungen der Zuchttiere (manche nicht nur einmal, sondern mehrfach während der Zeit der Zuchtverwendung), die Zuchttauglichkeitsprüfung im Rahmen einer Zuchtschau, die Deckgebühren (meist ab 800 €, nach oben sind keine Grenzen gesetzt), die Fahrtkosten zum Deckrüden (da kommen oft mehrere tausend Kilometer zusammen), die Übernachtungskosten während des Deckens, die Tierarztkosten, die Geburt und Aufzucht der Welpen, der enorme Zeitaufwand um die Welpen bestens zu prägen, die besondere Ernährung der Mutterhündin und der Welpen, die Entwurmungen, die Impfungen, die Wurfabnahme und so weiter.

Natürlich gibt es auch bei verantwortungsvollen Züchtern einmal einen Welpen, dem vielleicht ein Hoden fehlt oder der sonst einen kleinen „Schönheitsmakel“ hat. Er ist deswegen nicht krank und genauso hervorragend geprägt wie seine Geschwister, aber so einen Welpen kann man auch bei einem seriösen Züchter etwas billiger bekommen. Aber auch so einen kleinen Matz gibt es nicht zum „Schleuderpreis“.

In Fachkreisen gelten 1.300 Euro im Durchschnitt für einen Welpen als gerade "kostendeckend", wenn unter Berücksichtigung aller Anforderungen des Tierschutzes, der hundegerechten Haltung und der Züchterethik gezüchtet wird. Vorsicht ist geboten wenn Welpen über ein Drittel unter dem "üblichen Marktpreis" angeboten werden.